:: HOME :: BAUERNHOF :: FOTOGALLERIE :: VIRTUELLE TOUR :: WO WIR SIND :: KONTAKT  
Videopräsentation.

Die Villa del Monte

Die Villa del Monte befindet sich in der Nähe der Stadt San Gimignano, an der Grenze von Certaldo und Gambassi Terme, mitten im Einzugsgebiet von Siena, Volterra und Florenz. Bereits im Mittelalter wurde die Villa von Fiumi erwähnt, als er über San Gimignano und dessen Bestehen über die Jahrhunderte schrieb. Er berichtete über die Stadt Pulliciano und die Villa del Monte (Reg.Vol.Nr. 884), die noch bis 1240 unter der Herrschaft des Bischofs von Volterra standen. Heute gehört das Gebiet zu San Gimignano.

Wir wissen auch, dass es in der Villa, wie in einem Dokument der Diözese Pulliciano aus dem Jahr 1281 berichtet, damals zu Meinungsverschiedenheiten zwischen einigen Einwohnern und dem Ortsvorsteher Pullicianos gekommen war.

Man nimmt an, dass die Villa ursprünglich als Schloss gebaut wurde. Die aus dem 18. Jahrhundert stammenden Außenmauern mit ihrer beachtlichen Stärke sind noch immer in ihrer ursprünglichen Form erhalten. Um 1750 wurde der Gebäudekomplex umgebaut und erweitert, später dann gegen Ende des 18. Jahrhunderts restauriert. Dabei wurde im Garten zwischen den beiden Ebenen auch ein rundes Zinnentürmchen errichtet.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurden weitere Arbeiten an der Befestigung des Gebäudes notwendig, besonders am Durchgang der Vorderseite, die bis heute ihre ursprüngliche Charakteristik aufweist. Sie ist – auch wegen der besonderen landschaftlichen Lage der Villa – als Kunst- und Kulturgut geschützt.

Die Villa del Monte durch die Jahrhunderte
Während vieler Jahrhunderte wurde die Villa durch männliche und weibliche Nachkommen einflussreicher und angesehener Familien von Generation zu Generation weitervererbt.

Im 16. Jahrhundert erwarb die Familie XIMENES DE ARAGÓN (auf Italienisch Ximenes d‘Aragona) den Gebäudekomplex. Die aus Portugal stammende Familie gewann Anfang des 16. Jahrhundert viel Macht und Ansehen durch den Handel mit Afrika und war eine der reichsten Familien Europas. Sie investierte ihr Vermögen in der Toskana, erbaute in Florenz nach den Plänen von Sangallo einen prächtigen Palast, der von riesigen Gartenanlagen umgeben war. Heute steht dort eine große Wohnsiedlung. Neben der Villa del Monte besaß die Familie ein Anwesen in Sammezzano, das Landgut Loggia im oberen Valdarno sowie weitere großflächige Besitztümer in Saturnia, welche sie als Markgrafen regiert haben.

Die Familie Ximenes d’Aragona hatte während des 17. und 18. Jahrhunderts die höchste zivile und kirchliche Macht – man erinnere sich an Tommaso, der von 1620 bis 1633 Bischof von Fiesole war - und hat sogar in die Familie Medici eingeheiratet.
Aus diesem Grund kann man auch im Vorhof der Villa del Monte das Wappen der Medici mit dem der Ximenes d’Aragona vereint hängen sehen. Ende des 17. Jahrhundert vererbte Ferdinando Ximenes d’Aragona, der letzte männliche Nachkomme der Familie, sein Vermögen, gemeinsam mit seinem Namen und Titel seiner Schwester, die mit Nicolo Panciatichi verheiratet war. Damit begann der Aufstieg der Familie Panciatichi, später auch Panciatichi Ximenes d’Aragona genannt.

Ursprünglich aus Pistoia stammend war die Familie Panciatichi seit dem 13. Jahrhundert bekannt. Sie herrschten über Pistoia und kämpften während der Aufstände der Welfen und Gibellinen gegen die Cancellieri. Danach zog die Familie nach Florenz, wo sie ebenfalls Reichtum und Berühmtheit erlangte. Es gibt zahlreiche Gutshöfe der Panciatichi, besonders bemerkenswert der Palast Panciatichi gegenüber dem Palast Medici Riccardi in Florenz, in dem derzeit der toskanische Landrat seinen Sitz hat. Die Portraits von Lucrezia und Bartolomeo Panciatichi hängen in der Uffiziengalerie in Florenz.

Der letzte männliche Nachkomme der Familie Panciatichi Ximenes d’Aragona, Ferdinando, vererbte die Villa del Monte an seine Tochter Marianna, die eine bekannte Wissenschaftlerin der Malakologie war. Sie war mit dem Sohn des bekannten Generals Paolucci verheiratet.

Die jetzige Besitzerin, ebenfalls eine Marianna, die mit Ettore Arrigoni degli Oddi, einem Wissenschaftler der Ornithologie, verheiratet war, ist ein Mitglied der bekannten süditalienischen Familie Ruffo die Calabria, die direkte Nachkommen der Familie Ximenes d’Aragona sind.


Maria Anna Ruffo di Calabria derzeitige Besitzerin der Villa der Monte
:: Copyright 2017 © Via Canonica 6 - S. Gimignano - Privacy Policy - P. IVA 04046390482 ::